Leimbacher Firma mit Großauftrag in Kuwait

Leimbach, den 12.12.2016

Die kalten Temperaturen nehmen langsam Einzug in Deutschland – Zeit also auf Winterreifen umzusteigen! Doch oftmals müssen Autohalter feststellen, dass die eingelagerten Pneus vom letzten Jahr nicht mehr die notwendige Profiltiefe besitzen, um das Fahrzeug sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen – Handlungsbedarf ist angesagt!

 

Doch was wird aus den Altreifen?

 

Im Emirat Kuwait auf der arabischen Halbinsel bleibt man zwar von der klirrenden Kälte verschont, jedoch hat man auch hier ein Reifenproblem – ein GIGANTISCHES obendrein! Auf dem Reifenfriedhof in Sulaibiya lagern schätzungsweise 14 Millionen ausrangierte Reifen aller Größenordnungen im Sand. Die Reifendeponie ist so groß, dass man sie sogar aus dem Weltall sehen kann. Ein massives Umweltrisiko! Die sengende Wüstensonne hat bereits im Jahr 2012 einen verheerenden Großbrand ausgelöst und den blauen Himmel mit einer dichten schwarzen Rauchwolke bedeckt.

 

Gummileichen für den Straßenbau

 

Lösungsansätze müssen her! Die Firma EPSCO aus Kuwait City wurde mit der Aufgabe betraut den, Reifenfriedhof ab 2017 kontinuierlich verschwinden zu lassen. Damit dies unter Gesichtspunkten aktueller umweltpolitischer Standards erfolgt, sollen die Reifen zunächst zerkleinert und anschließend der Verbrennung durch Pyrolyse zugeführt bzw. nach entsprechender Aufbereitung auch als Zusatz für den Straßenbelag verwendet werden.

 

Technik aus Deutschland

 

Um die entsprechende Zerkleinerungstechnik zu liefern ist man an ARJES herangetreten. Da es sich bei den Reifen zum Großteil um verstärkte Nutzfahrzeugräder mit Stahlseilen handelt, wurde unser leistungsfähigster Schredder vom Typ VZ 950 DK geliefert. Durch das Kettenlaufwerk bleibt die Maschine in jeder Lage mobil und kann flexibel wechseln zwischen LKW-Beladung und Abwurf auf einen Materialkegel. Bei einer Durchsatzleistung von ca. 25 t/h geht man davon aus, dem Reifenberg gegen Mitte nächsten Jahres Herr zu werden.

 

Text und Foto: Arjes

 

Foto: Luftbild