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1913 erhielten die Leimbacher ein neues Feuerwehrhaus mit einem hölzernen Schlauchtrockenturm Am Bornrain. 1932 wurde dann die erste Motorspritze angeschafft. Aus dem Jahre 1960 stammte die erste vollständige Namensliste der Feuerwehrkameraden. Damals waren 24 Leimbacher Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. 13 Jahre später, 1973, waren es sog1968 wurde das alte Feuerwehrhaus abgerissen und ein neues Gerätehaus gebaut. Bereits ein Jahr später konnte es eingeweiht werden. Schon in den 1970er Jahren wurde die Nachwuchsarbeit aktiv betrieben, die Gruppe "Junge Brandschutzhelfer" ins Leben gerufen. Leimbach hatte Erfolge im Feuerwehrkampfsport zu verzeichnen, Holger Weyh und Ronny Symanzek nahmen an Bezirks- und DDR-Ausscheiden teil.
Zusätzliche Aufgaben im Katastrophenschutz
Ein neues Löschfahrzeug LF 8 - TF 8 mit kompletter Ausrüstung erhielten die Leimbacher 1988. Seit 1992 ist Leimbach einer von drei Stützpunkten des Katastrophenschutzes im südlichen Wartburgkreis. Dadurch kam ein weiteres Tanklöschfahrzeug in das Gerätehaus. Einige der Kameraden sind daher nicht nur in der Feuerwehr, sondern gehören auch dem Katastrophenschutz an. Dazu gibt es zusätzliche Schulungen, Ausbildungen und Übungen. Sie werden unter anderem eingesetzt bei großflächigen Bränden, Waldbränden zum Beispiel, wo Wassertransporte notwendig sind. 2002 waren einige Leimbacher beim Hochwasser in Dessau im Einsatz.
1998 feierten die Leimbacher mit einer Festwoche das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr. Das nächste Mal soll erst wieder zum 150-jährigen Jubiläum gefeiert werden.
Dann wird sicher Roland Schmidt noch Wehrleiter sein. Er ist gerade mal 34 Jahre und in die Aufgabe hineingewachsen. Seit 2007 hat er die Verantwortung für die Feuerwehr, zuvor war er sieben Jahre lang Stellvertreter. Er lobt den guten Zusammenhalt der Leimbacher, die Kameradschaft untereinander und im gesamten Ort. Oft unterstützen sie andere Vereine oder Einrichtungen im Ort, sei es bei der Absicherung von öffentlichen Veranstaltungen oder beim Reinigen der Dachrinnen an der Kirche. Das von der Feuerwehr organisierte jährliche Sonnenwendfeuer ist stets gut besucht, dort trifft sich das Dorf und feiert wie eine große Familie. Bekannter noch ist das Leimbacher Bettenrennen, das seit einigen Jahren gemeinsam mit dem Kirmesverein veranstaltet wird. Im vergangenen Jahr kamen 700 Zuschauer, elf Betten gingen an den Start des Gaudirennens. Der diesjährige Termin steht schon fest: der 19. September.
Gute Zusammenarbeit mit der Kaltenborner Wehr
Ernsthaft geht es natürlich bei den Einsätzen der Feuerwehr zu. Oft müssen die Kameraden zu allgemeinen technischen Hilfeleistungen ausrücken: Ölspuren beseitigen, Sturmschäden beheben oder Wasserschäden eindämmen. Brände sind zum Glück nicht so oft, im Jahr 2000 brannte in Kaiseroda eine Scheune, auch zu einem Dachstuhlbrand 2007 in Bad Salzungen wurden sie als Unterstützung angefordert. Insgesamt hatten die Kameraden in Leimbach im Jahr 2008 sechs Einsätze. Im ersten halben Jahr 2009 waren es schon acht Einsätze, unter anderem nach dem Sturm "Emma" im März.
Eine gute und freundschaftliche Zusammenarbeit gibt es seit langem mit der Ortsteilfeuerwehr von Kaltenborn. Die beiden Wehren ergänzen sich bei Mannschaftswettbewerben oder auch in der Ausbildung. Bereits im vergangenen Jahr haben sie für den Nachwuchs echte Feuerwehrarbeit simuliert. Während eines 24-Stunden-Dienstes hatten die Jugendlichen beider Wehren all das zu tun, was eine freiwillige Feuerwehr so machen muss: Leitstellendienst, Schulungen, Übungen, Einsätze draußen, zum Beispiel vermisste Personen suchen, Pflege und Wartung der Ausrüstung und der Maschinen. Das alles unter Feuerwehrbedingungen - mit wenig Schlaf, sie mussten sich selber versorgen, ihre Dienste einteilen und selbstverständlich die Aufgaben lösen.
Das wird nun im August wieder gemeinsam mit Kaltenborn stattfinden, dieses Mal allerdings etwas verschärft - als 36-Stunden-Dienst. Dafür wird jetzt alles vorbereitet, nur eines muss noch geübt werden, meint schmunzelnd Wehrleiter Roland Schmidt: Die Katze, die vom Baum gerettet werden soll, muss bis zur Rettung auch oben bleiben.
Derzeit sind 33 Männer und eine Frau in der Einsatzabteilung. Vier Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr und weitere vier in der Bambini-Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen. Mit einem Durchschnittsalter von zirka 37 Jahren ist die Einsatzabteilung von Leimbach eine recht junge Truppe. Das soll auch so bleiben, daher wird viel Wert auf die Nachwuchsarbeit gelegt, besonders, da es derzeit nicht mehr so viele junge Leute im Ort gibt. Die meisten, die in der Jugendfeuerwehr waren, sind nun in der Einsatzgruppe. Elf Kameraden gehören zur Alters- und Ehrenabteilung, des Weiteren gibt es zehn fördernde Mitglieder im Verein. Insgesamt zählt der Feuerwehrverein Leimbach derzeit 55 Mitglieder.
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