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       Leimbacher Amtsblatt       

gültig für Leimbach, Hermannsroda und Kaiseroda

Jahrgang 21 / 01.02.2012  Nr. 2

  

Nach 18 Jahren vom Rat zum Ehrenrat

Seit Januar 2012 ist Günter Pohl nun „Ehrenratsmitglied“ im Leimbacher Gemeinderat. Nach 18 Jahren nahm er Abschied als Gemeinderat. Für ihn rückt Peter Emmrich nach. „Der Gemeinderat ist dazu da, dass man nicht immer eine einheitliche Meinung hat, sondern dass man für die Gemeinde und für die Bürger kluge Entscheidungen trifft“, sagt Günter Pohl, der sich seit 1994 als SPD-Gemeinderat in Leimbach engagiert hat. In der letzten Sitzung des Leimbacher Gemeinderats am 18. Januar im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung wurde er von Bürgermeister Kurt Senf und seinem Amtsvorgänger Hermann Göring offiziell verabschiedet: „Du hast Dich für die Gemeinde und die Vereine im Ort immer sehr engagiert“, würdigte der Bürgermeister Günter Pohls Verdienste und sprach ihm den Dank des gesamten Gemeinderats aus. „Bereits im Dezember hast Du aus Altersgründen Dein Mandat niedergelegt, und ich persönlich bedauere dies“, betonte der Bürgermeister. Sein Vorgänger im Amt erinnerte an Meilensteine aus seiner Amtszeit, die er gemeinsam mit Günter Pohl legte: Vom Entstehen des Bad Salzunger „Handelszentrums West mit Herkules-Markt“ bis hin zum Tanklöschfahrzeug der Leimbacher Feuerwehr, „dass Deine Handschrift aus Erfurt trägt“. Denn vor allem in seiner Zeit als Abgeordneter im Thüringer Landtag konnte sich Günter Pohl für die Region stark machen. Für seine Arbeit als innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag war der direkte Draht zwischen Landespolitik und Kommunalpolitik immer besonders wichtig. „Das war eine gute Zeit, und ich gehe ohne Groll und Zorn und wünsche dem Gemeinderat immer gute und kluge Beschlüsse im Sinne unserer Bürger“, richtete sich Pohl an alle Gemeinderatsmitglieder. Per Gemeinderatsbeschluss und Urkunde wurde der 73-jährige studierte Diplom-Handelslehrer an diesem Abend zum Ehrenratsmitglied ernannt. Als Dankeschön gab es Blumen und einen Gutschein des Handels- und Gewerbevereins Bad Salzungen, „damit Du Dir selber was Schönes aussuchen kannst, vielleicht etwas zum Wandern oder Skifahren“, meinte der Bürgermeister. Für Günter Pohl rückt Peter Emmrich (SPD) in den Leimbacher Gemeinderat nach. Noch am selben Abend wurde er für das neue Amt vereidigt. Nach den Worten von Günter Pohl sei Peter Emmrich „ein würdiger Nachfolger in diesem Amt“. Peter Emmrich kennt die Arbeit im Gemeinderat. Schon Mitte der 90er Jahre wirkte er im Leimbacher Gemeinderat mit, war Mitglied verschiedener Ausschüsse. Der 53-jährige wird auch den Sitz im Hauptausschuss des Gemeinderates, den Günter Pohl mit seinem Ausscheiden abgibt, übernehmen. „Kommunalpolitisch aktiv bin ich seit der Wende. Zu der Zeit bin ich auch in die SPD eingetreten“, erzählt Peter Emmrich. Der Leimbacher ist gelernter Instandhaltungsmechaniker und arbeitet im Hellweg-Baumarkt in Kaiseroda. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und eine kleine Enkeltochter. Mit Peter Emmrich bekäme der Gemeinderat einen Mann, „der jünger ist und der sich schon als berufener Bürger im Bauausschuss engagiert hat“, betonte Günter Pohl, der auch nach seinem Ausscheiden bereit sei, „mitzuhelfen, wenn ich gebraucht werde“.
 Text und Foto: Juliane Hassan

Pohl
Peter Emmrich

Kurzinterview mit Günter Pohl (SPD) anlässlich seiner Verabschiedung aus dem Leimbacher Gemeinderat nach 18 Jahren:

Herr Pohl, Sie sagten einmal, Sie wüssten nicht, was schwerer sei, anzufangen oder aufzuhören. Jetzt Hand aufs Herz: Was war für Sie als Gemeinderat der schwierigere Schritt? Günter Pohl: Das Ende war schwieriger. Das ist so, wenn man mit Herz und Blut dabei war, wenn man sieht, was in all den Jahren geschaffen worden ist. Der Anfang war für mich nicht so schlimm. Ich hatte schon Erfahrungen sammeln können, im Landratsamt und später als Abgeordneter im Landtag. Die Verbindung zwischen Landes- und Kommunalpolitik war für mich auch immer das wichtigste. Diese positive Erfahrung habe ich zum Beispiel bei der Einführung der wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge gemacht. Als Gemeinderat hatte ich immer die direkte Rückkopplung für die Entscheidungen, die in Erfurt getroffen wurden, und umgekehrt konnte ich die Meinung von der Basis als innenpolitischer Sprecher im Land anbringen. Gehören zu Ihrer 18-jährigen Bilanz im Leimbacher Gemeinderat auch Niederlagen? Günter Pohl: Ich war immer ein Verfechter dafür, dass man über den Tellerrand blicken sollte und deshalb auch dafür, dass Leimbach mit Bad Salzungen fusioniert. Es gab in Leimbach eine Bürgerbefragung dazu und diese hat dagegen entschieden. Das habe ich akzeptiert, aber das war in dem Sinne für mich eine Niederlage. Was geben Sie den jüngeren Gemeinderäten, insbesondere Ihrem Nachfolger Peter Emmrich, mit auf den Weg? Günter Pohl: Dass sie immer kluge und zukunftsfähige Entscheidungen für Leimbach und für die Bürger treffen mögen. Schaut in Richtung Zukunft, denn wir leben nicht in der Vergangenheit! Als „Ehrenratsmitglied“ müssen Sie nicht mehr an Gemeinderatssitzungen teilnehmen. Wie verbringen Sie nun diese frei gewordenen Abende? Günter Pohl: Ich habe noch genug zu tun – im Rotary-Club zum Beispiel oder bei Point Alpha, als stellvertretender Vorsitzender des Rhönklubs und als Mitglied in Leimbacher Vereinen. Danke für das Interview und alles Gute! Es fragte Juliane Hassan.

Frau Möller von der Südthüringer Zeitung hat mit dem Bürgermeister Kurt Senf folgendes Interview anfang des Jahres geführt:

Rückblickend auf 2011 – wie ist das Jahr für Leimbach gelaufen?

Eigentlich ist das vergangene Jahr erfolgreich gelaufen. Nach den letzten beiden Jahren konnten wir unserem Vermögenshaushalt erstmalig wieder  einen Betrag von 98.000 € zuführen. Auch die Gewerbesteuereinnahmen entwickelten sich positiver als geplant. Für Investitionen standen 257.000 € zur Verfügung.
Mit diesem Geld wurde der der Anbau am Kindergarten fertig gestellt, ein Grundstück für den Verbindungsweg zwischen der Siedlung und der Schulstraße in Kaiseroda gekauft und dieser auch gepflastert. In der Feldstraße wurde ebenfalls ein Gehweg angelegt. Das Waldhaus Hundskopf erhielt einen neuen Heizkessel und der Schornstein wurde saniert.
In Hermannsroda wurden einige Entwässerungsgräben neu profiliert. Durch ein günstiges Angebot der Werraenergie konnte in das Feuerwehrgerätehaus noch ein Gasanschluss gelegt werden. Der Bornrain bekam eine neue Aufspritzdecke.

Im abgelaufenen Jahr war es um die Leimbacher Finanzen nicht gerade rosig bestellt. Wie sieht es 2012 aus?

So kann man das eigentlich nicht sagen. Immerhin konnten wir eine freie Spitze von ca. 25.000 € erwirtschaften.
Über die Finanzen 2012 kann ich noch keine Aussage treffen. Die Kämmerei der erfüllenden Gemeinde Bad Salzungen konnte uns bisher noch keine Zahlen nennen. Ich habe aber mitbekommen, dass sich die Gewerbesteuereinnahmen gegenüber dem Planansatz verdoppelt haben.

Der Haushaltsplan ist noch nicht verabschiedet. Können Sie trotzdem einen kleinen Ausblick auf die Investitionen geben?

In diesem Jahr wird der Fuß- und Radweg entlang der B 62 vom Ortsausgang bis zur Herkuleskreuzung gebaut. Im Feuerwehrgerätehaus werden wir die Ölheizung auf Gas umstellen und 2-3 Straßenlampen in Kaiseroda neu aufstellen sowie den begonnenen Fußweg in der Feldstraße beenden.
Größere Investitionen sind nicht geplant. Wir müssen Geld ansparen, damit wir die nötigen Finanzen bereit haben, falls wir in das Förderprogramm „Dorferneuerung“ aufgenommen werden. Die Gemeinde ist dann mit ca. 600.000 € Eigenanteil gefordert.

Die Gemeinde hat einen Antrag auf Aufnahme in die Dorferneuerung gestellt. Was soll denn gemacht werden?

Die wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung sind:
•Ausbau der Hartmannstraße
•Abriss des Kohlensäurewerkes und Sanierung des Geländes
•Bau einer Trauerhalle
•Fertigstellung aller Gehwege
•Ufersanierung des Dorfwassers vor dem Gemeindeamt
•Maßnahmen zur Außengebietsentwässerung oberhalb des Wohngebietes Gehlberg

Ende des Jahres kam das Baurecht für die Ortsumgehung Leimbach. Wann geht es los?

Wir alle freuen uns, dass nach 20 Jahren endlich die Baugenehmigung für die Umgehungsstraße  erteilt wurde. Ich möchte mich bei der BI, dem Bürgermeister der Kreisstadt Bad Salzungen, dem Landrat des Wartburgkreises und dem Bundestagsabgeordneten Herrn Hirte für Ihre Unterstützung bedanken.
Das Baurecht ist die eine Seite, die Finanzierung die andere. Nach Aussagen des Thüringer Verkehrsministers Carius wäre erst nach 2015 mit  finanziellen Mitteln zu rechnen. Besonders die Anwohner der B 62 in Kaiseroda können diese Aussage nicht  hinnehmen. Damit möglichst bald Geld zur Verfügung gestellt wird, müssen alle Beteiligten auch weiterhin Druck machen.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie Leimbach wünschen?

1.   dass die Umgehungsstraße möglichst bald Realität wird. Dann werden wir hoffentlich
      2014 einen Tag vor der offiziellen Übergabe der neuen Umgehungsstraße ein Dorffest
       auf der neuen Trasse durchführen.
2.dass unser Ort in das Programm Dorferneuerung aufgenommen wird
3.dass die Stadt Bad Salzungen als erfüllende Gemeinde die Umlage nicht jährlich erhöht und uns in unseren Investitionen schmälert. Denn, was wir als selbständige Gemeinde noch bauen oder sanieren, spart die Stadt bei einer Eingemeindung.
 

F-Junioren sind Hallenkreismeister
 
Bereits im Dezember haben sich die jüngsten Spieler des FSV Leimbach mit dem Gewinn der Hallenkreismeisterschaft einen sensationellen Erfolg erspielt.
Im Endrundenturnier in der Krayenberghalle Tiefenort behauptete sich die Mannschaft souverän gegen die weiteren Vertretungen und präsentierte starken Hallenfußball, insbesondere die starke Abwehrleistung legte den Grundstein zum Erfolg. Mit 16 erzielten Toren wirbelten die Sturmspitzen um den besten Spieler des Turniers, Luca Tenner, der 9 Treffer erzielte, die Gegner ordentlich durcheinander und ließen lediglich beim Unentschieden gegen Wacker Bad Salzungen Punkte liegen. Alle anderen Spiele gewannen die Kids deutlich und nahmen anschließend bei der Siegerehrung überglücklich den Pokal entgegen.
Selbstverständlich wurde dieser Gewinn gebührend gefeiert, im Rahmen der Jahresabschlussfeier des FSV bekamen die Kinder unter dem Applaus der Aktiven aller anderen Mannschaften die Ehrennadel des Vereins angesteckt.
Mit dem Gewinn des Titels hatte die Mannschaft auch die Qualifikation für die Meisterschaft des Fußballgroßkreises Westthüringen (Kreise Bad Salzungen, Eisenach und Gotha) erreicht, die am 15.01. in der Bermbachtalhalle Ruhla ausgespielt wurde. Hier belegten die Kids einen starken 2. Platz hinter Westring Gotha, die sich souverän den Titel holten.
im Aufgebot spielten: Benjamin Bojens, Jonas Eckardt, Samuel König, Celina Nickel, Luca Tenner, Lucas Lückert und Kevin Kreutzmann

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